Erinnert Ihr Euch noch an Eure Kindheit, wenn da die Schulferien im Sommer begannen? Ich kann mich sehr wohl erinnern. Wie ich mit meiner Schulmappe auf dem Rücken nach Hause lief, vor mir sechs Wochen lang keine Schule, und wie mich da ein unglaubliches Glücksgefühl durchströmte.
Heute ist es so ähnlich bei mir. Immer an meinem letzten Arbeitstag vor meinem obligatorischen dreiwöchigen Sommerurlaub, wenn ich die Firma verlasse bekomme ich dieses Gefühl, welches exakt das gleiche ist wie damals als Schulkind. Es ist wie eine Zentnerschwere Last die da von mir fällt. Besser als jede Droge.
Mein Sommerurlaub ist mir heilig. Auf den lasse ich nichts kommen. Ich kann gut über mich selber lachen, und mache auch gerne Scherze oder lasse blöde Sprüche vom Stapel die mich nicht gerade Vorteilhaft darstellen.
Aber wenn mir einer kommt mit so Sprüchen wie “Der Sommerurlaub ist gestrichen”, auch wenn ich weiß das dies Scherzhaft gemeint ist, hört für mich der Spaß auf. Da verstehe ich keinen Spaß mehr. Überhaupt nicht. Der Sommerurlaub ist mein Heiligtum. Auf meinen Sommerurlaub lasse ich gar nichts kommen.
Das ist das Höchste für mich im Jahr. Vergiss Weihnachten, vergiss den Geburtstag… ich würde alles eintauschen für Sommerurlaub. Für dieses Gefühl Wochen lang nichts tun zu müssen. Ausschlafen zu können ohne das einen der Wecker weckt.
Nein, ich muß nicht verreisen. Ich will es auch nicht. Ich kann meine Zeit sehr gut zu Hause verbringen. Ich kann nicht durch die Weltgeschichte gondeln. Ich will mich zu Hause erholen, ohne stressigen hin und herfahren und tausend Dinge besichtigen zu müssen. Meine Einstellung versteht leider keiner. Alles was ich brauche, finde ich in und um Berlin. Wozu dann noch weg fahren?
Urlaub ist für ich in erster Linie entspannen, relaxen und Ausschlafen. Das ist für mich das beste was es gibt! Drei Wochen sind dann auch genug um meine Akkus wieder aufzuladen, und mich auf Arbeit einzufinden. Natürlich fällt es schwer nach dem Urlaub wieder zur Arbeit zu gehen. Wem nicht? Aber seien wir mal ehrlich, irgendwie freuen wir uns auch ein wenig darauf, oder? Denn der nächste Urlaub kommt bestimmt.
Aber das wichtigste am Sommerurlaub ist für mich mitunter dieses Gefühl am letzten Arbeitstag nach Feierabend. Da fühle ich mich wieder wie damals, als Kind mit Schulranzen!
Noch dreieinhalb Wochen, dann ist es wieder soweit. Dann bin ich für wenige Augenblicke wieder Kind. Zwar ohne Schulranzen, aber dafür mit Smart.
Und es liegen dann drei Wochen Nichtstun vor mir!
Dreieinhalb laaange Wochen noch bis dahin.
Und Ihr so?
Sommerferien haben schon deshalb immer Stress ausgelöst, weil zu Schuljahresbeginn – wie bei “Täglich grüßt das Murmeltier” immer und immer und immer wieder der obligatorische Aufsatz drohte: Mein schönstes Ferienerlebnis. Da mach mal als Kind aus belangloser Schite Bonbons
@Tonari, komisch… ich kann mich nicht erinnern jemals einen Aufsatz zu diesem Thema aufs Auge gedrückt bekommen zu haben!
Hi Schwager, will dir ja deinen Urlaub nicht vermießen, aber ich muss wieder einmal meinen “Senf” abgeben. Sommerurlaub ist ja ganz schön und gut, aber auf dieser Basis wahrscheinlich nur in einer Firma, wie deiner möglich. Sieh es mal so, du bist alleinstehend, hast keine Kinder (soweit man weiß), also keinerlei Verpflichtungen und bist nicht auf Ferien angewiesen. Mit welchem Recht beanspruchst du dann Urlaub in der Ferienzeit? Du kannst das ganze Jahr über deinen Urlaub in einer vergleichbar billigeren Reisezeit nehmen oder zu Hause bleiben, bist ja niemanden Rechenschaft schuldig. Dein Urlaubsanspruch geht für Arbeitnehmer mit Familie also gar nicht und ist im realen Leben auch nicht machbar.
Aber weil ich gerade am motzen bin, fällt mir noch etwas zu einem Beitrag ein, der vor 2 Tagen eingestellt wurde. Seid wann kann man in Deutschland “vorschriftsmäßig im linken Fahrstreifen” fahren? Wir haben ja wohl gesetzlich festgeschrieben ein Rechtsfahrgebot. Habe bisher in der geltenden Straßenverkehrsordnung noch nicht’s anderes gelesen.
Genug abgemeckert, Roland.
@Roland, was meinen Sommerurlaub angeht, so habe ich mich bis jetzt IMMER, und und in JEDER Firma bei der ich bisher gearbeitet habe mit den Kollegen abgesprochen wann ich denn meinen Urlaub nehmen kann. Und ich habe bis jetzt IMMER Rücksicht auf die Kollegen mit Kindern genommen, so das diese ihren Urlaub quasi in den Ferien nehmen können wann sie wollen. So auch dieses Jahr, wo meine erste Urlaubswoche gerade mal in die letzte Ferienwoche hereinreicht. Ich weiß sehr wohl das ich mich da nach den Kollegen mit Familien zu richten habe, und habe dies in der Vergangenheit auch getan! Du dürftest mich soweit schon kennen, das ich niemals fordernd bin, schon gar nicht den Kollegen gegenüber, und meist immer freiwillig zurücktrete.
Und bis jetzt hat die Urlaubsabsprache mit den Kollegen, egal in welcher Firma, immer geklappt. Keine Ahnung wo Du da ein Problem siehst. Man muß nur miteinander kommunizieren können, und seinen Urlaub langfristig mit den anderen absprechen. Dann geht das schon. Natürlich geht das nicht, wenn einem vier Wochen vorher in den Sinn kommt, hey ich nehme dann mal drei Wochen Urlaub. Daher sprechen wir uns schon zu Beginn des Jahres ab. So lief das bis jetzt in jeder meiner Firmen.
zum “vorschriftsmäßig im linken Fahrstreifen fahren”… das Rechtsfahrgebot ist mir bekannt. Aber was wenn ich mich links einordne, weil ich demnächst links abbiegen will? Und da ich ja in dem Traum in die korrekte Richtung gefahren bin, und nicht wie meine geisterfahrende Unfallgegnerin die mich dann frontal gerammt hat, kommt das ja einem “vorschriftsmäßig” doch recht nahe, oder?
Und wieso lamentieren wir über einen wirren Traum, der eigentlich recht nichtig ist?
Müsiggang ist zu jeder Zeit innerhalb der Sommermonate höchst willkommen. Ein “Schulgefühl” stellt sich indes nicht ein. Freude und Genugtuung einfach in den Tag hineinleben zu können, wie mal will.
Ich kann dich verstehen. Urlaub ist die beste Jahreszeit!
Wir hatten als Kinder immer 8 Wochen Ferien. Juli und August war schulfrei und pünktlich zum 1. September ging es dann wieder los. Da ich meine Arbeitszeit immer noch in einer Schule verbringe, finde ich es auch heute noch herrlich 3 Wochen nicht hin zu müssen. Bei mir ist es schon in 1 1/2 Wochen soweit.Ich brauche im Urlaub Abstand von der Großstadt, sozusagen als Ausgleich. Das heißt Ruhe und Natur, also keine Touristenhochburgen oder Hotelanlagen. Ferienwohnung in einem schönen Teil Deutschlands und dann Zweisamkeit genießen, wandern, gut essen und trinken … Ich bin aber auch schon mal zu Hause geblieben und habe den Touri in der eigenen Stadt gespielt.
Urlaub – hm, der bleibt dieses Jahr ein Traum. Leider.
Wenn man es genau nimmt, habe ich nicht mal den gesetzlichen Urlaub, auf dem Papier steht er zwar, das nutzt aber nichts, wenn ich den quasi nicht nehmen darf.
Ansonsten brauche ich Action im Urlaub – lange ausgedehnte Radwanderungen (vorzugsweise in Skandinavien um dieser Scheißhitze zu entkommen). Den Schulranzen habe ich dann also gegen einen Wanderrucksack eingetauscht
Wenn ich dann zurück bin kommt mittlerweile erstmal die Krankmeldung, da diese Extrembelastung in meinem Alter mittlerweile etwas zuviel ist *hüstel*…
Aber vermissen möchte ich das eigentlich nicht
@Ruediger, Müßiggang… genau das ist das richtige Wort für meinen Sommerurlaub. Ich brauche das wirklich.
@Malesai, acht Wochen Ferien ist auch nicht zu verachten. Wie erwähnt, hatten wir im Sommer immer nur sechs Wochen.
So manches mal beneide ich die Mitarbeiter im Schuldienst schon. Die müssen sich nicht mit den Kollegen absprechen wann denn nun Urlaub gemacht wird.
@Broken Spirits, als ich noch in der Ausbildung war, wollte ich immer mit dem Rad rund um den Bodensee fahren. Aber meine Kollegen wollten alle nicht, da sie alle gerade den Führerschein gemacht haben!
Wir Erzieher müssen uns schon absprechen, wir machen in allen Ferien Ferienbetreuung. Es ist auch ärgerlich, dass wir nur in den Ferien, also in der teuren Reisezeit
( Erzieher sind nicht so gut bezahlt wie Lehrer)Urlaub machen dürfen.
Ich musste auch wieder daran denken, als Kinder hat man sich zwar auf die Schulferien gefreut, aber ich muss sagen Rückblickend nicht zu schätzen gewusst. Die Eltern haben immer wieder gesagt, später hast Du sowas nicht mehr… und heute kann ich dem nur zustimmen ;(
@Malesawi, aber Euer Urlaub liegt dann nicht erst Ende September (wenn der Sommer längst vorbei ist), weil man sich mit Kollegen absprechen muß die Kinder haben. Du verstehst was ich meine. Ihr habt immer im Sommer frei (bis auf die Ferienbetreuung natürlich). Das mit der teuren Ferienzeit sehe ich als Nichtverreiser nicht so problematisch. Aber wer gerne verreist, ist da natürlich schon angeschmiert.
@Internet Junkie Kathrin, stimmt genau. Man hat die Ferien nie so bewußt wahrgenommen wie heute den Urlaub, wo jeder Tag einem wie Sand zwischen den Fingern verrinnt. Und ja, auch ich mußte mir das von meinen Eltern anhören.