Ich kann mit Blog Paraden ja nicht so viel anfangen, und nehme daran auch eigentlich auch nie teil. Nun hat die Krötengrünsche Flocke eine Blogparade ins Leben gerufen, wo die schönsten Schulschwänzer Geschichten gesucht werden.
Nun muß ich sagen, ich habe nie die Schule ohne Wissen der Eltern geschwänzt. Ich war da immer Grundehrlich, man mag es kaum glauben. Wenn ich geschwänzt habe, dann nur mit Erlaubnis von Frau Muttern, die mir dann auch das Entschuldigungsschreiben geschrieben hat. Es war sozusagen ein offizielles und genehmigtes Schwänzen.
Es war aber nicht so, das ich einfach so zu meiner Mutter hinlaufen konnte und ihr sagen das ich keine Lust auf Unterricht habe, bitte schreibe mir eine Entschuldigung. So lief der Hase nicht. Es war viel mehr ganz anders.
Zu Grundschulzeiten ging ich an Tagen wo Matheunterricht anstand sehr sehr ungerne zur Schule. Das lag daran das ich mit Mathematik auf Kriegsfuß stand und mich die Mathelehrerin Frau S. nicht leiden konnte. Die Frau schien es wirklich auf mich abgesehen zu haben, und ich konnte Frau S. im Gegenzug auch nicht leiden. Ja ich hasste die Frau regelrecht.
Das ging sogar so weit das ich an solchen Tagen, wo Mathematik auf dem Stundenplan stand, wirklich heftige Bauchschmerzen hatte (die echt waren) und wie das Leiden in Person aussah. Wie ich dann so zum Schuhe anziehen auf der Treppe saß, habe ich wohl immer recht erbärmlich ausgesehen. Das konnte meine Mutter nicht mit ansehen, und behielt mich so an manchen Tagen zu Hause.
Laut dem Entschuldigungsschreiben hatte ich dann meist mit meiner Migräne zu kämpfen. Da konnte ja schlecht stehen, das ich nicht zur Schule gehen kann weil Frau S. (die übrigens nebenbei auch noch Direktorin war) ein grausamer Mathetyrann ist und ich sehr unter ihr leide.
So kam es, das ich einige male höchst offiziell von Frau Muttern abgesegnet die Schule geschwänzt habe.
Mein Vater war übrigens nicht eingeweiht, wenn er denn mit bekam das ich nicht zur Schule gingt, hatte ich auch für ihn mit der Migräne zu kämpfen. Das war aber mehr ein stilles Abkommen zwischen mir und meiner Mutter.
Ich habe das auch nie ausgenutzt, das möchte ich hier noch erwähnen.
Wenn ich mir vorstelle, das auch heute noch Kinder und Jugendliche unter ihren Lehrern so leiden müssen wie ich damals unter Frau S., dann kann ich mir schon vorstellen das es da den einen oder anderen gibt der mal ausklinkt und in der Schule Amok läuft. Aber das ist ein anderes Thema.
Übrigens war dann in der Oberschule alles anders. Ich schwänzte dort nicht die Schule, und die Sache mit dem Matheunterricht lief auch normal ab.
Selbst später in der Ausbildung und im späteren Arbeitsleben, habe ich nie blau gemacht. Schon wahnsinn, ich stehe nun seit etwas über zwanzig Jahren im Berufsleben, und bin der Arbeit nie ohne triftigen Grund fern geblieben, bzw. habe mich nur mal so krank schreiben lassen. Aber ich glaube dafür dankt mir später im Leben keiner mal. Schade eigentlich.





Nie die Schule geschwänzt? Respekt. Aber ich glaube du hast Recht: Niemand wird es dir danken. Aber es reicht ja, wenn du es dir dankst. Ich kann da nicht so eine schöne Bilanz vorweisen. Wobei es auch bei mir im Rahmen blieb.
Danke für die schöne Geschichte! Sicherlich hast Du auch heute noch ein besonderes Verhältnis zu Deiner Mutter, die sogar den Vater vor eutem Geheimnis ausklammerte.
Lach, das ist ja mal interessant. Boah, ich war sozusagen das schwarze Schaf der Familie. Also Schulschwänzen war da auch mit einbegriffen (schäm)
Ähm, Mathematik hasse ich auch bis heute noch. Da kann ich dich verstehn
Du warst echt brav, als Kind.
@Little-James, ich denke so lange das mit dem Schwänzen nicht ausuferte, kann man das schon machen, und braucht sich deswegen nicht schämen. Insofern gräme Dich nicht wegen einer möglichen schlechten Bilanz. Aus Dir ist ja was geworden!
@Flocke, naja schön ist was anderes.
@Nila, na komm.. berichte doch mal von Deinen Schwänzereien!