Monatsarchiv für Februar, 2010

Gespielt: Heavy Rain

Am vergangenen Freitag ist das von vielen erwartete (und auch gehypte) Spiel “Heavy Rain” für die PS3 erschienen.
Letzte Woche habe ich endlich, nach weit über einem Jahr, das Spiel Bioshock beendet. Hat wirklich lange gedauert bis ich das (nach vielen langen Pausen) durch hatte. Nun stand mir nach was neuem im Sinn. Und so entschied ich mich für “Heavy Rain”.

Ich bin ein Freund guter, wirklich gut erzählter Stories. Im Film, wie auch im Spiel. Das Spiel Mafia (der zweite Teil erscheint noch dieses Jahr) nenne ich da an erster Stelle. Wenn die Story mich fesselt, und ich mich vom Bildschirm nicht mehr losreißen kann bis ich endlich das Ende gesehen habe, dann ist das für mich ein wahrhaft gutes Spiel.
“Heavy Rain” ist ein solches Spiel. Aber es ist kein herkömmliches Spiel, wo man seine Figur von A nach B steuert und / oder vor sich hinballert um zum Ziel zu kommen. “Heavy Rain” wird von den Entwicklern als “interaktives Drama” bezeichnet.
Im Grunde genommen ist das Spiel mehr ein Film dem man folgt, und in dem man in begrenzten Rahmen interagieren kann / muß um die Story voran zu treiben.

Zur Story des Spiels:
Irgendwo in Amerika, in einer nicht näher benannten Stadt, werden seit einigen Jahren jedes Jahr im Herbst kleine Jungs ermordet aufgefunden. Sie wurden im Regenwasser ertränkt und dann irgendwo abgelegt. Bei den Jungen findet man eine Orchidee und eine gefaltete Origami Figur. Der Mörder wird daher der “Origami Killer” genannt.
In dem Spiel ist man auf der Suche nach dem “Origami” Killer.
Vier Personen steuert man in diesem Spiel, die nichts miteinander zu tun haben, aber doch in dem Fall verstrickt sind.

Da ist der Vater, Ethan Mars, des aktuell entführten Jungen, dem Aufgaben gestellt werden um seinen Sohn noch vor dem Ertrinken zu finden.
Eine Frau, Madison Paige, die unter Schlaflosigkeit leidet. Ein abgehalfterter Detektiv und ein drogensüchtiger FBI Profiler namens  Norman Jayden.
All diese vier Figuren steuert man, im Wechsel, nach und nach zum Ende der Story hin.
Stirbt im verlauf des Spiel eine der Personen, bricht das Spiel nicht ab, sondern geht weiter.

Man wird während des Spiels vor lauter Entscheidungen gestellt, und ganz wie man sich entscheidet, nimmt das Spiel einen anderen Verlauf. Der Wiederspielwert ist also enorm, wenn man wirklich alle der über 20 verschiedenen Enden des Spiels sehen will.

Während sich das Spiel beim ersten einlegen der Disc installiert, wird man aufgefordert nach Anleitung aus einem dem Spiel beigelegten Papier eine Origami Figur zu falten. So verging die Zeit bis zum loslegen des Spiels wie im Flug. Eine witzige Idee.

Origami

Die Steuerung ist… nun ja… gewöhnungsbedürftig. Man steuert seine Figur durch die Gegend, und wenn sie mit etwas interagieren kann, leuchtet ein Symbol auf dem Bildschirm auf, welches sagt welche Tastenkombination man drücken soll.
Kommt es zu schnelleren Aktionen, wie z.B. Kämpfen oder Verfolgungen, wird man dazu genötigt zu sogenannten Quick Time Events schnell eine auf dem Bildschirm aufeinander folgende Tastenkombination zu drücken. Das klappt im Spiel nicht immer, was dann möglicher Weise Konsequenzen für den gerade gespielten Charakter hat. Ich habe es so z.B. geschafft Madison Paige früh sterben zu lassen. Aber wie gesagt, das Spiel endet hier nicht, sondern geht mit einem anderen Handlungsstrang weiter.
Das mit der Entscheidungsfreiheit, und dem darauf folgenden anderen verlauf der Story ist gut gelöst. Es gibt eine Szene, in der Ethan Mars angeboten wird sich einen Finger abzuschneiden, um so mehr Hinweise auf das Versteck seines Sohnes zu bekommen (nicht umsonst lautet der Leitsatz zu dem Spiel “Wie weit würden Sie gehen, um jemanden zu retten, den Sie lieben”?”). Es bleibt dem Spieler selbst überlassen, ob er es macht, oder nicht. Ein Ende des Spiels gibt es bei einer Fehlentscheidung nicht.

Die Kameraführung, die Schnitte und das ganze Setting stehen einer großen Filmproduktion in nichts nach, auch wenn alles animiert ist. Die Mimik der Figuren sieht atemberaubend aus, und auch die grafische Präsentation des Ganzen ist wirklich sehr gut gelöst und hübsch anzusehen.

Anfangs, beim einführen des Charakters Ethan Mars, hatte ich das Gefühl das zieht sich alles wie Kaugummi hin. Aber sobald die Story dann Fahrt angenommen hat, will man den Controller nicht mehr aus der Hand legen. So kam es, das ich für meine Verhältnisse als Gelegenheitsspieler das Spiel dann auch recht schnell zu einem der vielen Enden geführt habe. Die düstere Story packt einfach. Man will unbedingt wissen was es mit dem “Origami Killer” auf sich hat, und wer dahinter steckt. Und ohne groß zu spoilern, die Auflösung hat mich  sehr überrascht, wenn nicht gar erschreckt! Dennoch, ich werde Spiel noch einmal spielen, keine Frage!

Wer also eine PS3 sein Eigen nennt, und auf wirklich spannende Geschichten steht, dem kann ich “Heavy Rain” nur ans Herz legen.

Meine erste Phishing Mail

Heute habe ich zum ersten mal in meinem Leben direkt eine Phishingmail erhalten.
Angeblich wollten die Anbieter der Packstation (die ich sehr gerne nutze) Angaben verifiziert haben.
Als Link wurde auch ein Link der DHL angezeigt. Doch wenn man mit der Maus über den Link fährt um sich die dahinter beherbergende URL anzeigen zu lassen, wurde mir eine URL mit “Heimatadresse” (.tk) Türkei angezeigt. Ich sehe zwar doof aus, bin es aber nicht. Und so landete diese Mail direkt aus dem Spamordner (wo sie zurecht landete) in den Papierkorb.

Ich fragte mich, wo die bösen Buben denn nur meine Mailadresse her haben, mit der ich mich bei der Packstation registriert habe.
Auf der Seite von der Packstation fand ich dazu folgende Info:

Vor Kurzem wurde zudem bekannt, dass es eine Sicherheitslücke im System eines Versandhändlers für Computerspiele gab, wodurch bei diesem Händler teilweise Kundendaten (wie z.B. eMail-Adressen) abgezogen wurden. Teilweise werden diese eMail-Adressen nun für gezielte Phishing-Mails genutzt.

Quelle: DHL / Sicherheitshinweise

Diese Info beunruhigt mich jetzt irgendwie. Zumal ich jetzt gar nicht wüßte welcher Versandhändler da gemeint sein könnte. Denn einen reinen Versandhändler für Computerspiele nutze ich nicht, nur einen der wesentlich mehr als Computerspiele im Angebot hat (ich glaube Ihr wißt alle welchen Versandhändler ich da meine), und ich kann mir schwer vorstellen das dem so etwas passiert.  :unsure:

Andis Satz der Woche (42)

Ich erkundigte mich bei den Kollegen, wo denn Kollegin J. sei. Sie sei auf einem Lehrgang, sagte man mir.

Und ich so:

Wenn ich vom Klo zurück komme, hatte ich auch einen Leergang

Euch ein schönes Wochenende!

Der verpasste Flash Gordon Film

In meiner Grundschulzeit gab es einen Mitschüler, der fuhr schon in jungen Jahren extrem auf Science Fiction Filme ab. Meine Begeisterung für SF kam erst ein wenig später. 
Kaum waren die ersten Heimvideorekorder in Deutschland gerade im Handel, es herrschte noch der Kampf zwischen den verschiedenen Systemen Betamax, Video 2000 und VHS, dauerte es auch nicht lange bis die ersten Videotheken öffneten. Das muß so Ende der 70’er, Anfang der 80’er gewesen sein.

Nicht so große Video- Läden wie wir sie heute größtenteils kennen. Das waren alles mehr kleine Läden, die irgendwie schmuddelig wirkten. Die Zeit der sauberen großen Läden war noch ein wenig weit entfernt, zumindest im damaligen West Berlin.

Besagter Mitschüler besorgte sich also in einer solchen Videothek einen Science Fiction Film, den er sich schon lange ansehen wollte. “Flash Gordon” war das.
Jedem der es wissen wollte, und auch jedem der es nicht wissen wollte, erzählte er es. Ich gehörte zur letzten Kategorie, was unter anderem auch daran lag das ich den Typen nicht mochte.
Am nächsten Tag dann erzählte er von seinem Video- Erlebnis. Und das fiel gar nicht so gut aus.

“Die liefen da alle nackt rum”, erzählte er enttäuscht und höchst entrüstet!

Was war passiert?
Er hatte sich einen Film ausgeliehen, der “Flesh Gordon” hieß, und heute wohl in die Kategorie “Softporno” gehört.

Ja, muß man sich mal vorstellen wie ein unbedarfter Junge, noch nicht mal im Teenager- Alter, plötzlich mit so einem Film konfrontiert wird, wo er doch einen anderen Film erwartet hat.
Das Gesicht von ihm damals, würde ich heute gerne noch mal sehen.

Ist Euch so etwas ähnliches auch mal passiert?

Boot fahren

image

Bald legen hier Dampfer an.