Monatsarchiv für April, 2009

Spargel

Ich mag Spargel nicht. Ich persönlich finde, er hat keinen Geschmack. Und das Einzige was dem Spargel den Geschmack gibt, ist die Sauce Hollandaise. Da kann ich diese merkwürdige Sauce dann auch gleich so essen, ohne den lästigen Spargel. Ich glaube das habe ich hier schon mal geschrieben.

Die die behaupten Spargel hat schon einen Geschmack (vielleicht sind meine Geschmacksnerven durch die Burger, Currywürste und Döner ja wirklich schon ruiniert), müssen den Geschmack scheinbar dann auch noch von dieser Sauce übertünchen lassen… verstehe einer die Welt!  :roll:

Kurzum, ich verstehe bei weitem nicht den Wirbel, der jedes Jahr zur Spargelzeit um dieses Gemüse gemacht wird. Da treiben manche wirklich einen regelrechten Kult um das Zeugs, wo ich nur mit dem Kopf schütteln kann.

Doch ich mußte feststellen, das ich mich scheinbar in Spargeldingen gut auskenne, obwohl ich Spargel ja nun nicht mag. Schuld daran ist die Tatsache das auf nahezu jedem Sender in einer der vielen “Magazinsendungen” immer etwas zum Thema Spargel kommt. Man kommt daran (leider) nicht vorbei. Überall wird einem erklärt wie man frischen Spargel zwischen älteren erkennt, wann der Spargel seinen besten Punkt erreicht hat ihn aus dem kochenden Wasser zu nehmen, den Unterschied zwischen grünem und weißen Spargel, wie viele Zentimeter der Spargel am Tag so wachsen kann und und und. 

Das ist wieder Wissen, mit dem ich persönlich nichts anfangen kann (ich werde mir ja wohl nie Spargel machen), und das mich nicht interessiert. Und dennoch merke ich mir das.
Aber (für mich) wichtigere Dinge, die merke ich mir nicht. Es ist doch zum verrückt werden.

Übrigens hat sich meine Aversion gegen Spargel gestern schon bezahlt gemacht.
Die Kollegen und ich sind in die nahegelegene Kantine eines anderes Unternehmens gegangen, weil doch (natürlich) Spargel auf dem Plan stand. Mit Schnitzel wohlgemerkt. Ich war ja weniger auf den Spargel und das Schnitzel aus, mich hat mehr der Hering gereizt, den es dort auch gab.
Das Ende vom Lied, die Kollegen hatten alle Spargel und ich als einziger Hering mit Bratkartoffeln. Die Kollegen waren vom Spargel aber alles andere als angetan, denn der Spargel war total versalzen, so das es absolut nicht geschmeckt hat. Es muß wirklich extrem versalzen gewesen sein, wenn ich den Berichten der Kollegen glauben darf.
Nun, ich hatte meinen Hering, der absolut in Ordnung war. Und wieder mal hat sich gezeigt das ich durch meinen kruden Geschmack doch nicht so falsch liege, wenn alle Welt wegen etwas bestimmten wo hin rennt, nur ich mich anders entscheide.     

Werbung ist ja so blöd

Werbung im Fernsehen ist ja so dämlich. Ich frage mich jedes mal beim sichten eines neuen Werbespots im Fernsehen, ob uns die Macher da wirklich für bescheuert halten.

In einem Spot zum Beispiel, legt eine Frau diverse Zutaten (Milch, Getreide und Honig) in den Kühlschrank, und ein paar Momente später holt sie dann eine fertige Großpackung Milchschnitte heraus. Wie bescheuert ist das denn? Das ist nicht witzig, und macht auch keinen Appetit auf das Produkt.

Oder die Sache mit dem Reinigungsmittel. Da ist so ein Spot, wo eine Frau sich darüber beschwert das sie bestimmte Flecken einfach nicht weg bekommt. Und plötzlich steht dann eine in pink gekleidete Frau hinter ihr, hält eine pinkfarbene Reinigungsmittelflasche in den Händen, und erzählt ihr wie toll doch eben diese Reinigungsflüssigkeit ist. Die Hausbesitzerin wundert sich da kein Stück, wie die wildfremde Frau in ihr Haus kommt.
Ich werde ja schon fuchsig wenn ich einen ungebetenen Werbeanruf erhalte, aber die Frau scheint es für normal zu halten ungebetene Werbebesuche in der Wohnung zu bekommen! Verrückte Welt.

Und was ist mit der Werbung wo der Mann unter den Achseln nicht schwitzt, sondern ganze Wasserfälle verliert. Wieso trocknet der nicht aus? Bei den Mengen an Wasser die der da verliert, muß der doch ratzfatz trocken sein.
Wenn die Macher diesen Spot lustig finden, so scheine ich da meine Humorgrenze ganz woanders liegen zu haben.

Und weil die Spots so bescheuert sind, kaufe ich die Produkte nicht. Ich bin ja eh Werberesistent… behaupte ich mal. Aber wer mir mit so beknackten Werbespots kommt, und mich damit für vollkommen bescheuert hält, dem seine Produkte werden gemieden.

Das mit den Schrottbrüdern

Es gibt einen Sender, den Namen nenne ich jetzt nicht, der sendet pausenlos diese merkwürdige Serie mit den Schrottbrüdern Namens Ludolf. Anfangs fand ich die Serie ja auch recht interessant und amüsant. Besonders angetan hat es mir ja, wie der eine Bruder sich in den angehäuften Schrottbergen auskennt, und ganz genau weiß welches Teil wo liegt. Ist der Bruder mal nicht mehr, dann sehen seine Mitbrüder aber ganz schön alt aus! 

Aber mittlerweile kann ich diesen Müll nicht mehr sehen. Es gibt dort nichts neues mehr zu sehen, und je neuer die Folgen sind, umso mehr wirkt das alles gestellt… ich kann mir da  nicht helfen.
Und zu meiner großen Überraschung mußte ich feststellen, das es sogar einen Kinofilm mit den Ludolfs gibt! Haltet mich für eine alte Unke, aber ich glaube sehr viele Leute wollen den Film im Kino bestimmt nicht sehen. Und daher wird der Film floppen. Ok, ich kann mich aber auch irren. Ich bin mir aber ziemlich sicher, das es nicht lange dauern wird, bis wir den Film im Fernsehen sehen können. Aber ich werde den Film dann nicht ansehen, denn wie schon erwähnt, ich kann mir das mit den Schrottbrüdern nicht mehr antun, das ist nach einer Weile öde hoch drei. So lustig es am Anfang auch war.
Das ist wie mit einem guten Witz, den man dann im laufe einer Woche fünfmal in den verschiedensten Variationen hört. Am Ende kann man über den einstmals guten Witz gar nicht mehr lachen.

Umso witziger finde ich dann wieder die Persiflage der Ludolfs in der Serie Switch. Ich finde im Original fehlt da zum Beispiel auch noch eine Ratte, die auf dem Tisch zwischen dem Essen herumläuft!  ;-)   

Einschreiben mit Rückantwort

Vor ziemlich genau zwei Wochen habe ich ein Kündigungsschreiben per Einschreiben mit Rückantwort an ein Unternehmen in Rotterdam geschickt.
Ich habe es mir zur Angewohnheit gemacht, Vertragskündigungen immer via Einschreiben mit Rückantwort zu schicken. Das ist zwar etwas teurer als ein herkömmlicher Brief, aber ich fühle mich dann schon wohler wenn ich die Bestätigung in den Händen halte und die Kündigung dann auch wirklich den Empfänger erreicht hat.

Eine Woche später erhielt ich dann von dem Unternehmen per Mail die Bestätigung das mein Schreiben bei denen angekommen ist. Jetzt muß ich nur noch die Kündigungsfrist abwarten, und dann bin ich da raus.

Aber auf die Rückantwort des Einschreibens warte ich immer noch. Ok, ich weiß das das Schreiben in Rotterdam angekommen ist, so gesehen muß ich mir da jetzt wenig Gedanken machen. Aber warum erhalte ich nicht die Rückantwort des Einschreibens?

Ich habe dann mal auf der Internetseite bei der Post nachgeschaut ob die dort nicht auch eine Sendungsverfolgung via Internet haben. Und tatsächlich, man kann dort seine Einschreiben verfolgen.

In meinem Fall kommt da dann zu Tage, das mein Einschreiben drei Tage nach Abgabe bei der Post in Österreich in der “Eingangsauswechslungsstelle” gelandet ist.
Wieso Österreich, fragte ich mich? Denn Österreich liegt ja genau entgegengesetzt von Rotterdam. Und was ist eine “Eingangsauswechslungsstelle”? Muß man das jetzt verstehen? Das Postwesen ist schon ein seltsames Gebilde. Und was passierte nach dem Eingang in der “Eingangsauswechslungsstelle”. Der Weg nach Rotterdam ist da nirgends dokumentiert. Aber wie schon erwähnt, ich weiß ja das der Brief angekommen ist.

Da zahlt man einen Haufen Geld für einen Service bei der Post, der dann nicht vollständig erbracht wird.
Ich weiß jetzt nicht ob ich es wagen soll einen Nachforschungsauftrag zu stellen, da ich ja weiß das der Brief angekommen ist. Aber es wurmt mich schon, das die Post da nicht korrekt arbeitet.

Was würdet Ihr tun? Würdet Ihr es dabei belassen, da der Brief ja an sein Ziel ankam, oder doch einen Nachforschungsauftrag stellen?   

Krötenpost

Kennt Ihr das, man kommt nach Hause und findet im Briefkasten eine Benachrichtigung der Post vor, das da eine Sendung für einen in der Filiale bereit liegt, man aber keinen Schimmer hat was und von wem das sein könnte, da man eigentlich nichts erwartet und alle Bestellungen schon längst im Hause sind?
Und wenn man dann die Sendung erst am nächsten Tag abholen kann, dann grübelt man bis zum nächsten Tag was einen erwartet. Zumindest ging es mir so, denn am Donnerstag fischte ich so eine Benachrichtigung aus meinem Briefkasten, und ich mußte dann bis zum nächsten Tag warten bis ich nach der Arbeit noch rasch bei der Post vorbeischauen konnte.

Nun, um es kurz zu machen, in meinem Fall war es eine Büchersendung von Frau Flocke mit ihrem krötengrünen Blog. Ein schön eingepacktes Buch erwartete mich, was könnte das nur sein? Mein Geburtstag ist doch erst in zwei Monaten. Also frisch ans auspacken gemacht, und sich dann tierisch gefreut. Denn Frau Flocke schickte mir einen aktuellen Berliner Stadtplan, mit Glückwünschen zum neuen Auto. Da habe ich mich sehr darüber gefreut, nochmals vielen lieben Dank an Flocke für diese Überraschung.

Diese Überraschung ließ mich dann am späteren Abend meine “Verletzung” am Kopf vergessen, die ich mir wenig später zugezogen habe (so richtig mit Blut und so). Und auch der Ärger das meine Klospülung beinahe mein Bad unter Wasser gesetzt hat, war an dem Abend Dank des Geschenks nur halb so groß.