Monatsarchiv für November, 2008

Fan sein

Vor einigen Jahren hatte ich mal einen Arbeitskollegen der von sich behauptete großer Pink Floyd Fan zu sein.
Auf meine Frage ob er denn ein Album von Pink Floyd hat wo noch Syd Barrett mit an Bord hat um mir dieses auszuleiehen, da ich noch nie was aus der Zeit mit Syd Barrett gehört habe, hat er mir gesagt das er gar nicht weiß wer Syd Barrett überhaupt ist.

Naja so ein großer Fan von der Band konnte er ja dann gar nicht sein, wenn er die ersten Jahre von Pink Floyd nicht kennt. Jeder richtige Fan müßte doch wissen wer das ist, und auch erklären können was es mit dem Son "Wish you were here" auf sich hat. Fand ich zumindest sehr merkwürdig.

Dieses "Fan sein" finde ich generell irritierend. Der wirkliche Fan, also das was ich darunter verstehe, kennt alles von seinem Idol / seinen Idolen. Von den ersten Jahren bis zum hier & jetzt.

Doch die meisten setzen sich mit den ganz frühen Werken eines Künstlers / einer Gruppe nicht auseinander. Sie hecheln nur den Hits hinterher, die ihren Lieblingen erst den Durchbruch gebracht haben. Alles was vorher war, interessiert, wenn überhaupt, nur am Rande. Wahrscheinlich aus dem Grund weil es in musikalischer Hinsicht nicht das ist was man (aus Radio & Fernsehen) kennt, es irgendwie fremd / anders klingt.

Teenies, die ihren gecasteten Idolen hinterherrennen, sind da meines Erachtens anders gestrickt. Die kennen wirklich alles. Speziell die Fakten über ihren favorisierten Liebling einer Band. Was wahrscheinlich vollkommen normal ist in dem Alter.
Ich gehe mal davon aus, das liegt daran das es bei neueren Bands (allen voran diese gecasteten Drecksbands, die kein Herz und Seele in ihre Musik legen, sondern nur auf Kommando der Plattenfirmen agieren) eben keine Vergangenheit gibt.

Ich für meinen Teil behaupte nie das ich Fan eines Künstlers oder einer Band bin. Das wäre nicht ehrlich finde ich. Wenn mich einer fragt, dann sage ich meist, das mich die Musik von diesem oder jenem interessiert, oder mich deren Schaffen begeistert.

Ja selbst bei Neil Young, den ich auf äußerste für sein bisheriges gesamtes Schaffen bewundere, sage ich nicht das ich Fan bin. Dazu fehlt mir einfach zu viel Wissen über diesen interessanten Menschen. Mich begeistert einfach nur die Musik, die mich gerade bei Young, wirklich viel vergessen lässt.

Vielleicht bin ich aber auch einfach nur aus dem Alter raus, wo man von sich behauptet Fan von etwas zu sein.
Übrigens, als Teenie fand ich seinerzeit die hier ganz toll und war "Fan" von denen. Letzten Endes haben die mich an den Rock herangebracht. Wer weiß was ich heute hören würde, wenn die nicht gewesen wären.

Was macht eigentlich…

  • …Tilly? Badet sie immer noch ihre Hände in Spülmittel?
  • …Der Opa aus der Werthers Echte Werbung? Stopft er immer noch seine Enkel voll mit Bonbons?
  • …Die BAC Familie? Haben die sich mittlerweile geeinigt wer welches Deo benutzt?

Fragen die mich bewegen.

Das mit den Fernsehreportagen

Im deutschen Fernsehen sind ja scheinbar diese “Doku Reportagen” recht populär. Ich zumindest nenne dieses Format jetzt mal “Doku Reportage” weil ich nicht weiß wie es wirklich heißt.
Hiermit meine ich Berichte, wo ein Kamerateam Leuten bei der Arbeit folgt, und wo dann gezeigt wird was die Menschen da so erleben.
Was es da nicht alles gibt und man schon zu sehen bekam… Ordnungsämter, Polizisten, Gesundheitsamt, Gerichtsvollzieher und und  und. Die Möglichkeiten sind schier unbegrenzt. Und bei der Masse an solchen Berichten, wundert es mich momentan wirklich, das ich nicht alle Nase lang über jemanden stolpere, der ein Kamerateam im Schlepptau hat das gerade die Erlebnisse des Berufes filmt.

Mittlerweile müßte man ja meinen, man hat nun schon sämtliche Polizeistreifen Deutschlands bei der Arbeit gesehen, weiß  wie in jeder Stadt das Ordnungsamt arbeitet, und worauf die Außendienstmitarbeiter des Gesundheitsamtes so alles achten wenn sie bei einem “Kunden” sind. Aber weit gefehlt, das Fernsehen überschwemmt uns mit immer mehr solcher Reportagen. Fällt denen denn nichts neues ein? Und überhaupt, wie muß man eigentlich drauf sein um sich während der Arbeit von einem Filmteam begleiten zu lassen? Also ich würde mich, ja hüten da zuzusagen, selbst wenn die Order von “ganz oben” kommt. So kann man doch nicht arbeiten! Aber zum Glück habe ich für die Mehrheit der tumben deutschen Fernsehzuschauer einen uninteressanten Job, so das mir so etwas nicht unterkommen dürfte. Noch mal Glück gehabt.

Überhaupt finde ich es teilweise sehr merkwürdig was einen bei den diversen Reportagen im TV so unterkommt. Vieles kommt mir doch sehr gestellt vor, so sehr man sich auch bemüht alles so darzustellen wie es denn wirklich ist. Zum Beispiel bei den Sendungen über Familien die auswandern. Bei Behördengängen im Ausland spazieren die einfach ins Rathaus und quatschen dann gleich mit dem für ihre Belange zuständigen Mitarbeitern… einfach so, ohne groß auf Termine zu warten UND MIT KAMERATEAM im Schlepptau!?  :shock:
Und der Bearbeiter ist gar nicht verwundert das da eine Kamera dabei ist, und tut so als ob es das normalste der Welt wäre! Da muß man sich schon wundern… wenn sich ein bissel mehr Gedanken dazu macht anstatt das gesehene einfach auf sich zukommen zu lassen.
Es gibt noch viel mehr solcher Momente, wo man als aufmerksamer Zuschauer an der Authentizität des gezeigten zweifelt. Aber wer denkt da heute beim Fernsehkonsum schon genau mit? Man regt sich einfach auf wie doof die Leute z.B. im Ausland handeln, man selber würde es ja anderes machen. Ja, man selber würde ja auch gar nicht erst ins Ausland fahren um dort zu leben wenn man nicht mal ein wenig die dortige Sprache beherrscht. Dennoch ist es immer wieder überraschend zu erleben das die Fernsehleute trotzdem jemanden aufgabeln können, der sich genau so doof verhält wie es die Fernsehzuschauer erwarten!

Dann wäre da noch eine Sendung zu nennen, wo zwei Frauen in verdreckte Wohungen gehen und dort aufräumen. Die Besitzer der Wohnungen trauen sich zum Beispiel nicht mehr Besuch einzuladen, weil die Wohnung eben nicht mehr vorzeigbar ist. ABER… ein Fernsehteam samt fremden Putzfrauen die bis in die heimlichsten Ecken vordringen darf die Wohnung schon betreten, es gucken ja auch nur ein paar Millionen Fremde zu. Schon merkwürdig, einerseits traut man sich nicht Freunde und Bekannte einzuladen, aber um einmal ins Fernsehen zu kommen, darf dann schon mal ganz Deutschland zusehen wie wüst es bei einem aussieht! Verrückte Welt!

Und all das muß ich im Fernsehen mitbekommen, wenn ich auf meiner Couch liege und die Fernbedienung unerreichbar weit weg auf dem Tisch liegt. Aber wozu auch umschalten, auf den restlichen Sendern läuft ja auch nur Grütze. 

Rekordbrecher

Da zeigt man einem Kollegen während der Busfahrt zum “Betriebsausflug” ein Spiel auf der kürzlich neu erworbenen Playstation Portable von dem er dann ganz begeistert ist, und was macht der Kollege dann? Er bricht einen von mir aufgestellten Rekord nach dem anderen. Grmpf!

Was lernen wir daraus? Gebe niemals Deine Spielkonsole aus den Händen.
Jetzt muß ich zusehen das ich die aufgestellten Rekorde wieder breche. Sonst geht mein Ego zugrunde. 

Andi nicht in Berlin

Am heutigen Montag war ich auf einem “Betriebsausflug”.
Na, wer errät anhand der Bilder in welche Stadt ging?

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Ok, das war jetzt einfach, ich weiß!
Junge junge, ich hätte mir echt selber in den Hintern beißen können das ich meine Canon nicht dabei hatte. Denn die wollte ich für die paar Stunden (wovon wir nur eine Stunde zur freien Verfügung hatten) nicht extra mit schleppen. So mußte ich die Bilder mit meiner Handykamera machen. Schade, wirklich! Anhand dem was sich mir bei dem Wetter (wir hatten da echt Glück mit dem Wetter) an dem Ort bot verschlug es mir echt den Atem. Gerade bei dem Sonnenuntergang, und eine Stunde später wie da alles beleuchtet wurde.

Kurz vor 21 Uhr schlug ich dann zu Hause (in meinem geliebten Berlin) wieder auf, und morgen heißt es dann wieder “auf zur Arbeit”. Irgendwie doof, den “Betriebsausflug” hätte man auch ruhig auf einen Freitag legen können.