Die vergangene Woche war arbeitstechnisch nicht gerade die beste Woche, denn irgendwie war da der Wurm drin. Momentan sitze ich in der Endprüfung und prüfe die Geräte aus der Produktion. Die Woche zuvor lief es einwandfrei, kein Gerät hatte einen Fehler, und ich konnte so quasi in einem Rutsch durcharbeiten.
Die vergangene Woche aber hatte ich mit vielen fehlerhaften Geräten zu kämpfen, die mich in meinem Plan doch zurückgeworfen haben. Naja, war irgendwie klar. Denn kaum hat man etwas Druck, weil eine bestimmte Anzahl von Geräten fertig sein muß, macht einem Murphys Law dann einen Strich durch die Rechnung. Was schief gehen kann, geht schief. So auch in der vergangenen Woche.
Ich wurde von defekten Gerät zu defekten Gerät immer stinkiger, denn die Reparatur des Gerätes kostet ja auch wertvolle Zeit. Meine Laune ließ das nun nicht gerade in die Höhe schnellen. Wie auch immer, ich habe die Woche überstanden, und die gewünschte Anzahl an Geräten auch ausliefern können. Aber darum soll es in dem Beitrag nicht gehen, wie man an der Überschrift vermutlich sehen (und erahnen) kann.
Am Freitag der besagten schlimmen Woche kam eine Kollegin zu mir in den Raum, stellte eine Packung KinderRiegel auf meinen Tisch und meinte, die seien für mich damit ich nicht mehr so grimmig gucke (wegen dem schlechten verlauf der Woche). Weiter meinte sie, ich solle die Packung ja alleine essen. Der Aufmerksame Leser von Gruebeleien.de mag sich erinnern, ich habe aufgrund meines exzessiven Konsums von KinderRiegeln beschlossen mich dieser Sucht nicht mehr hinzugeben… und blieb standhaft. Bis zu diesem Tag!
Tja, so wurde ich wieder angefixt. Zwar nur mit einer Packung, und es wird bei der einen Packung bleiben, denn ich werde mich hüten meiner Sucht nach den Riegeln nachzugeben und mir weitere Packungen zu kaufen.
Zuerst hatte ich ja schwere Bedenken die Packung zu öffnen und mich über die Riegel herzumachen. Denn ich habe, ohne Witz, auch etwas Angst gehabt. Angst vor einem erneuten aufflammen meiner Kopfschmerzen der Kategorie “Stark bis schlimm und lange”. Denn seit ich auf KinderRiegel (und nebenbei auch auf Milchschnitten) verzichte, sind meine Kopfschmerzen besagter Kategorie nicht mehr so oft vorhanden. Das kann jetzt Zufall sein, oder auch an den neuen Tabletten liegen die ich zeitgleich mit dem aufhören des Lasters verschrieben bekommen habe.
Wie auch immer, was so ein richtiger Süchtiger ist, der fackelt nicht lange und kümmert sich einen feuchten Kehricht um die Ängste. Und schwupp habe ich die Packung geöffnet und mir den ersten Riegel einverleibt.
Der erste Riegel, nach etwas über drei Monaten Abstinenz, war atemberaubend. Das war ein Erlebnis, welches unbeschreiblich war. Das war so lecker, da explodierten förmlich alle Zellen in meinem Kopf, die für den Geschmack zuständig sind. Kurzum, der erste Riegel war besser als Sex!
Den Rest des Tages hatte ich ein seeliges Lächeln auf dem Gesicht. Nur alleine durch die Macht der Schokolade, auf die ich so lange verzichtet habe. Das Ziel der Kollegin, meine Stimmung zu bessern und die stressige Woche zu vergessen, wurde also erreicht. Nun, das mit dem “der erste Riegel war besser als Sex” habe ich ihr auch erzählt. Seitdem hat sie immer gelacht wenn wir uns auf dem Gang begegnet sind… ich weiß auch nicht warum!?
Aber diese eine Packung wird die Ausnahme bleiben. Wie schon erwähnt, werde ich nicht weiter drauf einsteigen und versuchen meinen Vorhaben “KinderRiegel- frei” treu zu bleiben. Betrachten wir die eine Packung als kleinen Kurzurlaub oder Betriebsausflug.
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