Monatsarchiv für Oktober, 2008

Brathering

Auf dem Weg zum nahen U-Bahnhof sehe ich an einem Restaurant immer ein Schild für ein Gericht werben. Das Gericht besteht aus Brathering mit Beilagen.
Nun lese ich aber nicht Brathering, wie jeder normale Mensch. Nein, mein Verstand modelt das gleich in die englische Form mit dem englischen “tie äitsch” um! So das ich “bresering” (man denke sich jetzt hier mal das englische “th”) lese.

Es ist bei dem Wort wie verhext, ich kann es nicht mehr deutsch lesen.
Na man gut das Brathering nicht sonderlich mag, und so nicht in die peinliche Situation rutsche das unbewußt dann auch mal auf englisch zu bestellen!  :)
Was Hering angeht, so mag ich ihn am liebsten als Matjes. Er darf die Pfanne nicht berührt haben. Und zu Matjes baut mir mein Verstand noch keine fremdländischen Wörter… fragt sich nur wie lange noch!

Freitag

Einmal im Jahr scheint es sich wirklich zu lohnen das ich von Berlin aus in das Berliner Umland irgendwo nach Brandenburg fahre um da meine Brötchen zu verdienen. Und Morgen ist der Tag. Denn der morgige Freitag ist als “Reformationstag” im Kalender bezeichnet, und das ist in Brandenburg ein Feiertag. Das heißt dann, ich brauche morgen nicht zur Arbeit, und kann ruhig im Bett liegen bleiben. Ach ist das schön, ein drei Tage- Wochenende! Ich werde in Gedanken bei all den Berlinern (und anderen Bundesbürgern) sein, die sich morgen noch zur Arbeit schleppen müssen.

Aber wie ich mich kenne, wird das mal wieder nichts mit lange ausschlafen, denn aller Wahrscheinlichkeit werde ich wieder früh wach werden. Aber ich kann ja liegen bleiben!
Doch mal ehrlich, ich finde das überhaupt total beknackt das wir in Deutschland  auf die Bundesländer verteilt so viele unterschiedliche Feiertage haben. Den Vogel schießen ja die südlichen Bundesländer ab, allen voran die Bayern, die weit mehr Feiertage im Kalender stehen haben, als die im Norden. Ich bin der Meinung, das alle die gleichen Feiertage haben sollen. Irgendwie blickt doch da keiner mehr durch, in welchem Bundesland nun welcher Feiertag noch aktuell ist oder nicht.

Das mit der Regieanweisung

Wie ich das hier beim Schneegespenst gelesen habe, wurde ich wieder daran erinnert das ich eigentlich ja mal das Ding mit der Regieanweisung posten wollte.
Und bevor ich das vergesse, hier ist es, das Video mit der Regieanweisung. Zugucken lohnt sich!  :)

“Trude” ist der Bringer!   :mrgreen:

Videoklingeltöne

Samstag Morgen, der Fernseher dudelte nebenbei sein Programm ab, da kam wieder ein Werbeblock. Es wurde unter anderem auch Werbung für sogenannte “Videoklingeltöne” gemacht (und nein, es war auf keinem der sogenannten “Musiksender”). Videoklingeltöne, so fand ich heraus, spielen beim Telefonklingeln gleichzeitig das Musikvideo zu dem Lied auf dem Display ab.
Ich fragte mich schon in den ersten Sekunden der Werbung, wo da der Nutzen eines solchen Videoklingeltons ist. Nun mal davon abgesehen das ich eh kein Freund von musikalischen Klingeltönen bin, ich habe als Klingelton ein altes schellendes Telefon aktiviert, ist doch das gleichzeitige abspielen eines Videos beim Klingeln ja sinnlos hoch drei. Denn wenn das Handy klingelt, lagert es für gewöhnlich in der Tasche so das man ja man ja beim Klingeln nichts sehen kann. Und wenn es denn klingelt, so geht man ja sofort ran und schaut sich nicht erst das komplette Video an, oder? Wo ist da der Sinn verdammt nochmal? Kaum zu glauben das es tatsächlich Leute gibt die für so etwas Geld bezahlen.

Besser als Sex

Die vergangene Woche war arbeitstechnisch nicht gerade die beste Woche, denn irgendwie war da der Wurm drin. Momentan sitze ich in der Endprüfung und prüfe die Geräte aus der Produktion. Die Woche zuvor lief es einwandfrei, kein Gerät hatte einen Fehler, und ich konnte so quasi in einem Rutsch durcharbeiten.
Die vergangene Woche aber hatte ich mit vielen fehlerhaften Geräten zu kämpfen, die mich in meinem Plan doch zurückgeworfen haben. Naja, war irgendwie klar. Denn kaum hat man etwas Druck, weil eine bestimmte Anzahl von Geräten fertig sein muß, macht einem Murphys Law dann einen Strich durch die Rechnung. Was schief gehen kann, geht schief. So auch in der vergangenen Woche.

Ich wurde von defekten Gerät zu defekten Gerät immer stinkiger, denn die Reparatur des Gerätes kostet ja auch wertvolle Zeit. Meine Laune ließ das nun nicht gerade in die Höhe schnellen. Wie auch immer, ich habe die Woche überstanden, und die gewünschte Anzahl an Geräten auch ausliefern können. Aber darum soll es in dem Beitrag nicht gehen, wie man an der Überschrift vermutlich sehen (und erahnen) kann.

Am Freitag der besagten schlimmen Woche kam eine Kollegin zu mir in den Raum, stellte eine Packung KinderRiegel auf meinen Tisch und meinte, die seien für mich damit ich nicht mehr so grimmig gucke (wegen dem schlechten verlauf der Woche). Weiter meinte sie, ich solle die Packung ja alleine essen. Der Aufmerksame Leser von Gruebeleien.de mag sich erinnern, ich habe aufgrund meines exzessiven Konsums von KinderRiegeln beschlossen mich dieser Sucht nicht mehr hinzugeben… und blieb standhaft. Bis zu diesem Tag!
Tja, so wurde ich wieder angefixt. Zwar nur mit einer Packung, und es wird bei der einen Packung bleiben, denn ich werde mich hüten meiner Sucht nach den Riegeln nachzugeben und mir weitere Packungen zu kaufen.

Zuerst hatte ich ja schwere Bedenken die Packung zu öffnen und mich über die Riegel herzumachen. Denn ich habe, ohne Witz, auch etwas Angst gehabt. Angst vor einem erneuten aufflammen meiner Kopfschmerzen der Kategorie “Stark bis schlimm und lange”. Denn seit ich auf KinderRiegel (und nebenbei auch auf Milchschnitten) verzichte, sind meine Kopfschmerzen besagter Kategorie nicht mehr so oft vorhanden. Das kann jetzt Zufall sein, oder auch an den neuen Tabletten liegen die ich zeitgleich mit dem aufhören des Lasters verschrieben bekommen habe.

Wie auch immer, was so ein richtiger Süchtiger ist, der fackelt nicht lange und kümmert sich einen feuchten Kehricht um die Ängste. Und schwupp habe ich die Packung geöffnet und mir den ersten Riegel einverleibt.
Der erste Riegel, nach etwas über drei Monaten Abstinenz, war atemberaubend. Das war ein Erlebnis, welches unbeschreiblich war. Das war so lecker, da explodierten förmlich alle Zellen in meinem Kopf, die für den Geschmack zuständig sind. Kurzum, der erste Riegel war besser als Sex!

Den Rest des Tages hatte ich ein seeliges Lächeln auf dem Gesicht. Nur alleine durch die Macht der Schokolade, auf die ich so lange verzichtet habe. Das Ziel der Kollegin, meine Stimmung zu bessern und die stressige Woche zu vergessen, wurde also erreicht. Nun, das mit dem “der erste Riegel war besser als Sex” habe ich ihr auch erzählt. Seitdem hat sie immer gelacht wenn wir uns auf dem Gang begegnet sind… ich weiß auch nicht warum!?  ;-)

Aber diese eine Packung wird die Ausnahme bleiben. Wie schon erwähnt, werde ich nicht weiter drauf einsteigen und versuchen meinen Vorhaben “KinderRiegel- frei” treu zu bleiben. Betrachten wir die eine Packung als kleinen Kurzurlaub oder Betriebsausflug.