Während ich auf meiner Suche nach einem neuen Job wieder die üblichen Onlinestellenbörsen durchstreifte, stieß ich da unter anderem auf ein Angebot.
Wenn ich das Wort “Private Stellenvermittlung” in einer Anzeige lese, klicke ich automatisch weiter. Ich bin noch nicht so weit, das ich mich Sklavenhändlern an den Hals werfe.
Aber die Mailadresse der einen Anzeige, die ich entdeckte, hat mich doch stutzig werden lassen.
Kann man einem Unternehmen trauen, noch dazu wenn es ein Sklavenhändler ist, das eine Geschäftsmailadresse mit der Endung “@aol.com” hat?
Das mach alles andere als einen seriösen Eindruck auf mich.
Am Donnerstag fischte ich wieder eine Absage aus meinem Briefkasten. Es war die Firma, bei der ich vor anderthalb Wochen schon ein Vorstellungsgespräch hatte. Dort hatte ich mich für die Handyreparatur beworben.
An und für sich ist eine Absage ja nun nichts so besonderes, dennoch möchte ich diese kurz erwähnen.
Denn in der Absage steckte auch gleich ein Gutschein über fünf Euro für einen Einkauf in einer der der vielen Filialen des Unternehmens. Das hat mich doch überrascht. Gut, nun sind fünf Euro ja auch nicht die Welt. Aber eine nette Geste fand ich es allemal.
Wenn das mal jede Firma so machen würde, dann würden die Absagen nicht mehr ganz so bitter schmecken.
Als Fahrgast der Berliner U- Bahn kann man was erleben, da wird einem selten langweilig. Wie z.B. gestern früh auf meinem Weg zur Arbeit.
Da stieg ein Pärchen in den Wagon wo ich saß. Beide türkischer oder arabischer Abstammung. Er breit und muskulös, sie lief ca. zwei Meter hinter ihm her und schaute ängstlich drein. Ich schätzte sie auf keine 22, aber vielleicht täuschte ich mich auch wegen dem Kopftuch das sie trug. Aber ängstlich war sie allemal, das konnte man deutlich sehen… ängstlich und wesentlich jünger als ihr Begleiter, der stolz voran schritt.
Kurz bevor sich die Türen der U- Bahn schließen, ertönt das Warnsignal, und sie schaut sich jetzt gehetzt um. Und schon ist sie aus dem Zug gesprungen, kurz bevor er losfahren kann.
Ihr Begleiter hat das mitbekommen, und konnte im letzten Moment auch noch aus dem Zug springen, bevor die Türen sich endgültig schlossen.
Während der Zug den Bahnhof verließ, konnte ich noch aus dem Fenster sehen wie er erregt auf sie einredete. Dann war der Zug auch schon wieder im Tunnel verschwunden.
Aber vielleicht sind manchmal offensichtliche Dinge nicht so, wie sie scheinen und alles war ganz anders für die Beiden.
Dennoch, tat sie mir leid und ihren ängstlichen Blick und den kurzen Moment des Zweifelns und Zögerns vor dem Sprung aus der Bahn bleibt mir im Gedächtnis haften.
Seit Anfang / Mitte Juli halten die Mitarbeiter der Fahrradfabrik Bike Systems GmbH in Nordhausen ihr Werk besetzt, da deren neuer Arbeitgeber (ein Finanzinvestor) das Werk schließen will und die Mitarbeiter sich damit nicht zufrieden geben wollen. Soviel im Schnelldurchlauf. Wer über die näheren Hintergründe bescheid wissen will, liest hier nach (von unten anfangen zu lesen).
Nun halten die Mitarbeiter ihr Unternehmen seit über zwei Monaten besetzt, aber dabei wollen sie es nicht belassen. Sie wollen in Eigenproduktion weiterproduzieren.
Herausgekommen ist das feuerrote Strike-Bike. Nun sind 1.800 Vorbestellungen gefordert, damit die ganze Sache auch anlaufen kann.
Teuer ist das Fahrrad auch nicht. Der Preis für ein Rad bei Einzelbestellung liegt bei 275€ (inkl. USt. und Versand). Wer also ein gutes und günstiges Fahrrad braucht, und dazu eine grandiose Idee unterstützen will, sollte es sich mal überlegen.
Mehr Infos findet man auf der eigens dafür freigeschalteten Seite Strike-Bike.de
Ich finde das toll was die Mitarbeiter da machen. Sie lassen sich nicht unterkriegen. Die Unterstützung haben sie verdient.
Manchmal kommt es vor, das ich mir eine CD kaufe und die mir dann beim anhören so gar nicht gefallen will. Auch beim zweiten, dritten und vierten mal will der Funke einfach nicht so überspringen.
Höre ich die gleiche CD dann zwei Jahre oder später wieder, dann bin ich widerum ganz begeistert darüber. Es ist schon merkwürdig mit manchen meiner CD Käufe. Da entpuppt sich der wahre gute Kern, ich will es mal so nennen, einer CD erst viele Monde später.
Ich weiß nicht woran das liegt, aber das macht das erneute durchforsten meiner CD Sammlung auch wieder immer spannend.
Zuletzt ging mir das so mit ZZ Tops “Mescalero” aus dem Jahre 2003 und der CD “Lions” von The Black Crowes aus dem Jahre 2001.
Beides CDs, zu denen ich anfangs keinen Zugang fand. Und das obwohl ich diese Bands wirklich mag. Dieses Jahr machte es dann “klick” bei mir, und die CDs entpuppten sich als wunderprächtige Alben die zu hören sich immer wieder lohnt.
Kennt Ihr auch so etwas, das man erst nach vielen Hördurchgängen so richtig Gefallen an einer CD (oder meinetwegen auch LP) findet? Und wenn ja, welche wäre das? Das würde mich ja mal interessieren.
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