Monatsarchiv für April, 2007

Stranger in the night (I know)

Junge junge, wenn man mit der S- Bahn unterwegs ist, sieht man wirklich die merkwürdigsten Typen.
Heute auf meiner Fahrt nach Hause (wir erinnern uns, ich mußte heute arbeiten), hatte ich gleich das Vergnügen mit zwei Pärchen.

Ein Pärchen, beide so anfang zwanzig, nervten mich während der ganzen Fahrt mit Musik aus ihrem Handy. Dumm nur das sie ständig ein und das Gleiche Lied abspielten. Irgendwas was stark nach Country klang. Besonders einprägsam war der Text, denn dieser bestand zu 90% (ungelogen!) aus, “Stranger in the night… I know”. Immer und immer wieder wurde von dem mir unbekannten Interpreten diese Zeile in dem Lied wiederholt.
Na und nun stelle man sich vor, das das Lied in einer Dauerschleife lief, da kann man wohl erahnen wie sehr ich gelitten habe. Mensch, wie kann man nur ein Lied mit einem so besch…enen Text schreiben und es wagen dieses sogar zu veröffentlichen?

Pärchen Nummer zwei war aber auch nicht ohne.
Sie hüpfte noch schnell in die S-Bahn bevor sich die Türen schlossen. Er stand dann vor verschlossener Tür. Dumm nur, das er einen Hund dabei hatte, und die Hundeleine in der geschlossenen Tür klemmte. Wenn also die S- Bahn losgefahren wäre, hätte sie den Hund (der etwas kleiner als eine Dogge war) mit sich geschleift.
Man gut das der Zugführer das wohl gesehen hat bevor er losfuhr und die Türen entriegelt hat. So konnte der Begleiter der dummen Dame mit seinem Hund einsteigen.
Wahnsinn, ich saß am Fenster direkt bei der Tür, und hätte mit ansehen müßen wie das arme Tier dann mitgeschleift worden wäre. Das hätte ich als Hundeliebhaber nur schwer verkraften können.

Pärchen Nummer eins, die mit der Countrymusik aus dem / in dem Handy, fanden das aber anscheinend spaßig. Zumindest haben sie sehr gelacht.
Eine Station später stieg das Pärchen mit dem Hund dann wieder aus. Dabei merkte ich das der Typ hackedicht war. Ob nun alkoholisiert oder gar unter Drogen konnte ich nicht erkennen. Aber der Hund tat mir echt leid. Gütige Güte, ich glaube man sollte wirklich so eine art Führerschein für Hunde einführen.

Brückentag

Ja werte Leser, heute bin ich mal wieder etwas trauriger. Denn heute darf ich arbeiten gehen, und kann nicht ein verlängertes Wochenende genießen wie so viele andere auch.

Noch bevor auch nur eine erste Absprache in Sachen Urlaubsplanung unter den zwei Kollegen und mir stattfinden konnte, haben sie sich so ziemlich alle Brückentage in diesem Jahr gekrallt.
Ach Mist, warum lasse ich mich immer so unterbuttern. Nur der liebe Frieden willen?

Aber wenigstens werde ich dann den ganzen heutigen Tag nicht durch die Raucher eingeräuchert. Ist doch auch was. Ich glaube ich nehme meinen Laptop und ein paar DVDs mit. Viel wird auf Arbeit eh nicht passieren… hoffe ich mal.

Dumme Antwort

Hui hatte ich die Nacht einen merkwürdigen Traum.
Da fragte mich eine äußerst attraktive Frau um Sex mit mir. Und was sagte ich?

“Nee, ich will heute lieber schwarzweiß Fotos machen”.

Anstatt ich gesagt hätte, “Na prima, dann können wir ja beides verbinden!”.
Herrjeh, bin ich noch nicht erwachsen genug, oder werde ich schon alt?

Das mit dem Zwischenzeugnis

Gestern habe ich im Personalbüro nach einem Zwischenzeugnis gefragt. Die Veränderungen in meinem Betrieb, die in Zukunft anliegen, verheißen nichts gutes. So sehr die Geschäftsführung auch versucht gute Stimmung zu machen. Ich will mich dazu hier und jetzt nicht weiter äußern.

Sollte es hart auf hart kommen, möchte ich am Ende nicht meinen Zeugnissen hinterher rennen, und es ist keiner schlimmstenfalls mehr da, der mir so etwas ausfüllen könnte.

Eine Anfrage wegen eines Zeugnisses ist für mich ein heikles Thema, denn man hat mich bei der letzten Entlassungsphase im Betrieb einfach vergessen. Sprich, man hat sich nicht mehr daran erinnert das da noch einer sitzt der eigentlich gehen sollte.
Seitdem bin ich still, und sage kein Wort mehr. Man will ja keine schlafenden Hunde wecken.

Dennoch, ich will was haben was ich bei Bewerbungen mit in meine Mappe legen kann, und das am besten jetzt schon.

Meine beiden Mitkollegen sind hingegen der Meinung, das ein Zwischenzeugnis nur falsch ist.
Der aktuelle Arbeitgeber könnte das so auffassen, das ich vorhabe die Firma zu verlassen. Und selbst die Firmen wo man sich dann mit einem Zwischenzeugnis bewirbt scheinen so etwas, laut meinen “klugen” Kollegen, nicht gerne zu sehen. Also letzteres halte ich für ausgemachten Blödsinn. Wozu soll denn sonst ein Zwischenzeugnis gut sein? Aber vielleicht haben die Beiden ja auch nur Angst das ich wirklich vorhaben könnte die Firma zu verlassen, und so keiner mehr da ist, der deren Schichten übernimmt wenn was anliegt, oder sie ihren Urlaub zurücknehmen müßen, da die zwei teilweise zusammen Urlaub haben und so dann keiner in der Zeit in der Abteilung wäre, wenn ich nicht mehr da bin.

Ich habe das Recht ein Zwischenzeugnis anzufordern. Und dieses recht nehme ich war. Lieber jetzt, als am Ende noch einem Abschlußzeugnis hinterher zu rennen.

Wie sieht die werte Mitleserschaft das, ist es falsch ein Zwischenzeugnis beim Arbeitgeber anzufordern, oder gar den Bewerbungen beizulegen?

Es wird wärmer

Heute auf Arbeit nölte wieder einer der Kollegen herum das ihm warm sei. Das ist bei dem immer typisch, kaum sind es mehr als 20 Grad, ist es ihm zu warm.

Ich sagte ihm, das ihm aber schnell warm wird, immerhin haben wir es noch keine 25 Grad gehabt. Er solle sich doch schon mal daran gewöhnen das es in Zukunft noch wärmer wird, da die Durchschnittstemperatur dank des Klimawandels ja stetig steigt.

Daraufhin meinten dann alle meine beiden Kollegen, das sie nicht glauben das es von heute auf Morgen so schlimm werden wird. Wenn es denn heftig wird, dann sind sie ja schon längst tot.
Mein Argument, das sie ja doch mal lieber jetzt anfangen sollten auch nur ein bissel zu tun, um dem entgegen zu wirken, wurde beiseite geschoben. Ich bekam immer wieder zu hören, das sie das ja alles eh nicht mehr erleben würden, und was könne schon einer alleine ausrichten, und so weiter und so fort.

Da habe ich echt einen so dicken Hals bekommen. Wie ich diese Argumentation hasse, man könne alleine ja nichts ausrichten. Ich verlange ja nicht das man von nun an vollständig auf sein Auto verzichten soll oder ähnliches (Möglichkeiten gibt es da ja viele), aber ein wenig Gedanken sollte man sich schon darüber machen, was man seinen Nachkommen so hinterlässt. Wohlgemerkt, die beiden Kollegen haben Kinder, aber denen ist es echt egal… nach mir sie Sintflut. Bin mal gespannt wie die Kinder dann über ihre Eltern und deren Einstellung in 40 Jahren denken!

Nun, ich habe gemerkt das es da keinen Sinn hat weiter zu diskutieren. Und so war für mich das Gespräch dann beendet. Aber ganz ehrlich, innerlich habe ich gekocht vor Wut über so viel Ignoranz!