Monatsarchiv für Januar, 2007

Wünsch Dir was

Als ich zur Grundschule ging, so vierte, fünfte und sechste Klasse herum (Anmerkung für die Nichtberliner, die Grundschule dauert in Berlin sechs Jahre), gab es eine Sendung im Radio, auf die wir alle in der Klasse abfuhren. Die Sendung lief auf RIAS II und hieß “Musik nach der Schule”. Sie lief, wenn ich mich recht erinnere, um 14 Uhr, und dort konnte man anrufen und sich ein Lied wünschen. Ab und an hat auch mal einer der Moderatoren mit einem der Anrufer gequatscht.

Natürlich liefen während der Sendung die Kassettenrecorder heiß, weil quasi alles was gespielt wurde, mit geschnitten wurde. War ja billiger als LPs und Singles kaufen.
“Musik nach der Schule” war einer der ersten Lichtblicke des Tages, wenn man von der Schule nach Hause kam.

So ziemlich jeder Sender hatte wohl eine Sendung, wo der Hörer sich sein Lieblingslied wünschen konnte. Und heute, so scheint mir, gibt es keine Wunschsendungen mehr. Zumindest im Berliner Raum kenne ich keinen Sender, der sich eine Stunde lang um die Hörerwünsche kümmert. Nun, vielleicht liegt das auch daran, das ich zu 95% nur noch einen Sender höre. Ab und an höre ich aus Neugier auch mal einen anderen Sender. Aber schnell merke ich dann wie hohl und platt diese Sender sind, und wechsle zu meinem favorisierten Sender.

Gut, heute kann ich sehr wohl auf Wunschsendungen verzichten, zumal ich auch meine Zweifel habe das mir die Wünsche der Masse gefallen würden. Und Lieder mitschneiden habe ich seit der Schulzeit nicht mehr gemacht. Aber es ist mir nur so aufgefallen, das es scheinbar keine Wunschsendungen gibt. Vielleicht ist es auch besser so.

Dauerberieselung

Musik ist mir sehr wichtig. Ich höre gerne Musik, und habe natürlich auch die eine oder andere Lieblingsgruppe oder Lieblingskünstler die ich gerne höre.
Allerdings will ich mir den Spaß und die Lust an hören meiner favorisierten Künstler nicht unnötig verderben, und kann so nie mehr als zwei Alben am Stück der Selbigen genießen.

Anders ein Kollege, mit dem ich zusammen arbeite. Der spielt den ganzen Tag an seinem Rechner auf Arbeit meist nur die Musik eines Acts. Und er wird der Musik nie überdrüssig. Um acht Stunden am Stück ein und dieselbe Gruppe zu hören, muß man ein ganz schön dickes Fell haben. Und es wundert mich, das besagter Kollege da seinen Lieblingen nie überdrüssig wird. Besonders nervend ist es dann, wenn man im laufe des Tages dann mehrere Lieder mehrmals hören darf.

Aber ich bin ja geduldig, und ertrage das ohne Widerworte. Die würden ja eh nicht erhört werden. Um so mehr genieße ich dann die Momente, wenn ich mal länger arbeite, während die Anderen dann Feierabend machen. Da läuft dann mein Programm, in dem es garantiert keine Wiederholungen gibt.
So sehr ich z.B. Neil Young und seine Musik auch vergöttere und verehre, aber mehr wie zwei Alben / CDs am Stück geht echt nicht bei mir.

Wie geht es Euch so, könnt Ihr Eure Lieblingsmusik auch den ganzen Tag immer und immer wieder hören ohne das es Euch zu viel wird? Oder braucht Ihr auch Abwechslung?

Lumumba

Wie ich ja schon einmal geschrieben habe, habe ich es nicht so mit dem Alkohol trinken. Wenn man mal von der Zeit absieht, die ich direkt nach der Ausbildung bei meinem damaligen Arbeitgeber absieht.

In jener Firma gab es auch mal einen Moment, wo mein damaliger Meister mich mit einer offenen Flasche Weinbrand in der Hand erwischt hat. Mich, den Andi, der sonst nie was verbrochen hat, und auch sonst immer recht ruhig ist. Und wer hat Schuld an der Sache? Natürlich eine Frau, die mich in diese Situation gebracht hat.

Aber der Reihe nach.
Normalerweise ist die Abteilung, in der ich damals arbeitete, mit sechs Personen besetzt. Nun war gerade Urlaubszeit, und ein großer Teil der Kollegen war auch noch krank. So kam es, das ich mit der einzigen Frau in der Abteilung den Laden alleine geschmissen habe.
Irgendwann kam die Sprache bei einer unserer Unterhaltungen die Frage von ihr, ob ich denn mal Lumumba getrunken hätte. Ich verneinte dieses, ja ich hatte zuvor noch nie von so einem Getränk gehört.

Probier mal, sagte die Kollegin, wir haben alles da. Weinbrand stand im Schrank, und den Kakao konnte ich mir aus dem Automaten nebenan ziehen.
Gesagt getan, ich zog mir also einen Kakao aus dem Automaten, und holte die Flasche aus dem Schrank. Tja, und wie ich da so mit der Weinbrandflasche in der Hand dastehe, um den Weinbrand in meinen Kakao zu gießen, geht die Tür auf und der Meister kommt gerade herein!

“Na was ist denn das?!” meinte der Meister nur. Ich war vollkommen verdattert, und kam aus dem Stottern nicht mehr heraus. Mir was das ohne Ende peinlich. Die Kollegin allerdings packte sich vor lauter lachen weg.
Der Meister sah aber darüber hinweg, der wußte wie es bei uns zugeht, und das wir nicht übertreiben. Wenn ich mich recht erinnere, glaube ich auch ein Schmunzeln auf seinen Lippen gesehen zu haben. Und außerdem habe ich mir ja noch nie was zu Schulden kommen lassen. Aber peinlich war es schon. Mehr als peinlich sogar… gerade ich, der nie was macht und auffällt, wird mit einer Flache hochprozentigem in der Hand erwischt!

Unnötig zu erwähnen, das die Kollegin das dann all den Kollegen erzählt hat, als sie alle wieder auf Arbeit waren. Letzten Endes haben wir ja alle Glück gehabt, das unser damaliger Meister so tolerant war, und vieles hat durchgehen lassen. In meinem Fall wäre das z.B. bei einem anderen Menschen wohl nicht so gut ausgegangen.

Der etwas andere Kettenbrief

Ich bin kein Freund von Kettenbriefen, bzw. Mails. Noch nichniemalsnie habe ich beim Erhalt einer solchen Mail diese dann wieder an andere weitergeleitet. Auch nicht unter der Androhung das mein abgeschnittener Kopf später irgendwo auf einer Pazifikinsel auftaucht, oder mir wichtige Körperteile abfaulen würden wenn ich diese Mail nicht sofort an fünf Leute weiterleite.
Auch die angedrohten 300 Jahre Pech in meinem Leben haben sich (noch) nicht eingestellt. Insofern mache ich mir keine Gedanken beim löschen einer jeden Mail die weitergeleitet werden soll.

In der letzten Woche rauschte allerdings eine Mail herein, die ich von ihrer Art her doch recht interessant war. Zumal hier keinem ein dauerhaftes Glück oder Reichtum versprochen, oder Pech und Unglück angekündigt wird.
Diese Mail ist vom Inhalt anders… Interessant würde ich eher sagen. Trotzdem habe ich sie nicht weitergeleitet. Was Kettenbriefe- und Mails angeht habe ich meine Prinzipien.

Aber lest selbst. Fortfahren ‘Der etwas andere Kettenbrief’ zu lesen

Desktopfragen

Eigenlob stinkt, und andere zu mobilisieren das sie bei Wahlen für einen stimmen finde ich doof (es sei denn man stellt sich zur Wahl als Kanzler oder Mr. Universum). Deshalb werde ich mich hüten hier irgendwie auf irgendwas hinzuweisen. Darum werde ich auch nicht erwähnen das man bei Schrotties Desktopabstimmung für meinen Desktop votieren sollte.

Dem werten Leser wird also hiermit angeraten diesen Beitrag nicht zu lesen. Also, stimmen Sie nicht auf Schrotties Blog in der rechten Leiste für AndiBerlin. Man dankt!