Beim morgendlichen Umsteigen auf dem Bahnhof Alexanderplatz sah ich einen alten Mann mit Krückstock, der die Passanten höflich fragte ob sie evtl. 20 Cent für ihn hätten.
Mir ging das Bild, des bettelnden alten Mannes doch recht nahe.
Er sah nicht abgerissen, dem Alkohol verfallen oder verwahrlost aus. Irgendwie normal, wenn man es so nennen kann. Und trotzdem wurde er nicht müde bei jedem vorbeigehenden Passanten 20 Cent zu erfragen. Schon schlimm, alte Menschen heute schon um Geld betteln müssen. Mir tat er leid, aber es gab mangels Kleingeld nichts von mir. Da hatte ich offengestanden schon ein wenig dran zu kauen, das ich ihm nichts geben konnte.
Aber wieso wollte er ausgerechnet nur 20 Cent? Traute er sich nicht die Leute nach mehr zu fragen?
Die Punks, eine Station weiter, fragen nach einem Euro. Sind die Jungen ausverschämter als die Alten?
“Spare in der Zeit, dann hast Du in der Not”, sagte ein Kollege zu mir, als ich ihm von dem alten Mann berichtete.
“Erzähle mir das mal wenn ich in Rente gehe,” sagte ich dem Kollegen, “was aber wohl erst so mit 80 Jahren sein wird, wenn ich die Pläne unserer Politiker so weiterverfolge!”.
Am kommenden Sonntag zeigt Pro7 Kill Bill Vol.1.
Ich persönlich finde den Film ja sowas von genial. Andere denken da nicht so, aber die Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden.
Trotzdem werde ich mir den Film nicht angucken. Denn mit aller größter Wahrscheinlichkeit ist der Film für das Fernsehen dermassen grob geschnitten, das es einem selber schon schmerzt. Dann soll man es lieber lassen den Film im Fernsehen zu zeigen, anstatt eine vollkommen zerstückelte Version des Films zu zeigen.
Ich kann mir wirklich nicht vorstellen das Pro7 Kill Bill ungeschnitten zeigt, beim besten Willen nicht.
Das einzige was man auf diesem Sender wirklich sehen kann, sind die Simpsons!
Aber was soll es, ich habe ja eh die DVD hier bei mir in meinem Regal stehen.
Die Hütchenspieler trifft man oftmals in Gegenden wo sich viele Touristen tummeln. Nicht nur in Berlin, sondern auch in anderen Städten.
Und jedesmal wenn ich eine Menschentraube sehe, die sich um die Hütchenspieler gebildet hat, wundere ich mich aufs neue, wie soviele Menschen auf die Masche der Spieler reinfallen.
Es ist ja bekannt, ein “Passant” spielt gegen einen Hütchenspieler, und gewinnt mehr als einmal. Dieser Passant gehört aber zu den Hütchenspielern, und soll durch sein gewinnen die anwesenden Zuschauer dazu animieren auch mal ihr “Glück” zu versuchen.
Unnötig zu erwähnen, das die dann verlieren, weil die Hütchenspieler tricksen und schummeln. Man kann nicht gewinnen!
Ich sage mir da immer, selbst schuld, wer auf so etwas hereinfällt. Und jeden Tag steht ein Dummer auf.
Wenn man frech ist, und mutig dazu, kann man das ja mal anders herum probieren…
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Am frühen gestrigen Abend habe ich mich schon gewundert, warum denn auf einmal Lautsprecher im Bereich des Bahnsteiges der U- Bahnlinie 8 hängen. Heute morgen wunderte ich mich dann über eine Ecke die pompös zu einer art Gedenkecke für irgendjemanden ausgestattet ist. Zeit zum verweilen und angucken hatte ich nicht, befand ich mich doch umsteigetechnisch auf dem Weg zur Arbeit, und mußte meine S- Bahn pünktlich erwischen.
Zum Feierabend dann, auf meinem Heimweg sah ich mir das Ganze an, und wurde dennoch nicht schlauer. Mich erinnerte die “Gedenkecke” mehr an eine Kitschwiese als an einen Ort an dem an jemanden gedacht wird.
Diese Ecke wurde zum gedenken an Ingeborg Bachmann errichtet. Ich bin mal ehrlich, eine Frau Namens Ingeborg Bachmann ist mir vollkommen unbekannt. Und auch wie ich mir die Ecke dann auf meinem Heimweg ein wenig näher angeguckt habe wurde ich nicht schlauer.
Erst das Internet schloss dann zu Hause auch diese Bildungslücke.
Danach auf dem U- Bahnsteig der Linie 8 kam dann die nächste Überraschung. Denn beim hereinfahren einer jeden U- Bahn ertönt über den ganzen Bahnsteig eine art akustischer Trailer, der erst endet wenn die Bahn hält. Das erklärt dann ja schon mal die Lautsprecher, ich am Tag zuvor dort habe hängen sehen.
Allerdings wußte ich immer noch nicht was das ganze soll. Merkwürdig war das alles schon.
Und auch hier half mir wieder das Internet aus. Kunst soll das alles darstellen. Nun ja, vielleicht bin ich ein Kunstbanause oder ich verstehe einfach den Sinn des Ganzen nicht… Kunst ist für mich was anderes als Musik zu spielen wenn ein Zug einfährt, oder eine Plüschlandschaft mit Kuscheltieren in eine Ecke des Bahnhofs zu plazieren, und zu behaupten dies sei zum Gedenken an eine Künstlerin (wo ich mir sicher bin das über 50% der dort vorbei laufenden Passanten den Namen der Künstlerin an die gedacht werden soll nie zuvor gehört haben… ich bilde da ja keine Ausnahme). Wie gesagt, nennt mich ruhig Kunstbanause.
Ich mag ja kein Bier. Es schmeckt mir einfach nicht. Und natürlich habe ich es versucht, denn ich sage nie “schmeckt mir nicht”, ohne es auch wirklich mal probiert zu haben. Im Falle von Bier habe ich verschiedene Sorten probiert, ja sogar mit Limo und ähnlichem gestreckt. Aber bei jedem Schluck, und ist er noch so klein, muß ich da immer ein Würgereiz unterdrücken.
Einzig belgisches Kirschbier hat mir einigermassen geschmeckt. Aber davon habe ich höllischen Durchfall bekommen.
Seit gestern werde ich nun den Gestank von Bier nicht mehr los.
Denn gestern stellte ich meinen Rucksack in der U- bahn zu meinen Füssen ab. Und im laufe der U-Bahnfahrt wanderte eine Bierlache, von mir unbemerkt, in Richtung meines Rucksackes. Mit dem Ergebnis das der jetzt tierisch nach Bier stinkt. Es war mir anschließend schon peinlich, so riechend bei meinem Augenoptiker rein zugehen, und nach neuem Pflegemittel für meine Contactlinsen zu fragen.Aber zum Glück war die obersüße Optikerin nicht da.
Wenn ich den erwische, dem ich die Sauerei zu verdanken habe. Manchmal macht es echt keinen Spaß in der U- Bahn zu fahren.
Mal sehen wie ich den Gestank jetzt aus dem Rucksack raus bekomme!
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