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Mercy Seat

Heute habe ich, im Gegensatz zu gestern, an meinen MP3 Player gedacht, und konnte meine Arbeit wieder musikalisch untermalen. 
In meinem aktuellen MP3 Player habe ich eine 16GB µSD Karte gepackt, die vollgestopft mit Musik ist. Das sind schon einige Alben, die da auf 16 GB passen. Abgespielt wird die Musik im Zufallsmodus, so das die Musikauswahl eigentlich nie langweilig wird.

Da ist dann so ziemlich alles drauf was mir im großen und ganzen gefällt. Body Count, Aerosmith, ZZ Top, Tom Petty, Fury in the Slaughterhouse, Joe Bonamassa, Beth Hart und viele viele mehr. Rock und Bluestechnisch ist da alles dabei.
Ich arbeitete heute so vor mich hin, während die Musik spielte, als ein junger Kollege den Raum betrat. Der Kollege wunderte sich was ich für “merkwürdige” Musik ich denn höre.

Der Kollege wurde mir darauf hingewiesen das dieses ECHTE Musik mit Seele ist was er da gerade hört. Musik wo die Musiker nicht nur am Knöpfchen drehen und das Ergebnis dann auf Platte pressen. Musik die es auch wert ist live auf der Bühne aufgeführt zu werden, wo die Musiker ECHTE Instrumente bedienen und die Leidenschaft für die Musik mehr zur Geltung kommt, als es es jeder Plattenaufleger und Knöpfchendreher zu vermitteln mag.
Musik die einen unter Umständen in Gedanken versinken lassen kann ohne zu wollen das man gedanklich wegdriftet.

Für letzteres führte ich ein Beispiel an, was mir gestern passiert ist.
Im Radio wurde die Johnny Cash Version von Nick Caves “Mercy Seat” gespielt. Ich erzählte dem Kollegen das wenn ich mich nicht auf der Autobahn befunden hätte, ich bei der nächstbesten Möglichkeit rechts rangefahren wäre um dieses grandiose Stück ohne Störung und Ablenkung genießen zu können. So etwas kann kein Techno oder Rap und Hip Hopper Stück schaffen… Musik wirklich zu spüren und zu fühlen, rein auf emotionaler Basis. Mit anderen Worten, Techno, Rap und Hop Hop Gedöns kann nicht berühren.
Das, so meine meine Worte an den Kollegen, verstehst Du wohl nicht.

Ich glaube er hat es wirklich nicht verstanden.


Johnny Cash – The Mercy seat – 2000

So wie bei der Mercy Seat Version von Johnny Cash geht es mir bei vielen Stücken. Das gesamte Album “Harvest Moon” von Neil Young ist so ein Beispiel. Es knallt nicht, keine E- Gittarren oder so etwas. Aber es berührt (mich) unheimlich. Das Album kann ich nur im dunkeln und ohne weitere Ablenkung hören.   

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Ein Tag, so ganz ohne Musik auf Arbeit

Da habe ich heute, wieder einmal, meinen MP3 Player zu Hause vergessen. Was bedeutet das ich den Tag auf Arbeit ohne Musik verbringen mußte. Ok, ich könnte auch mein Handy nehmen zum Musik hören. Aber davon nehme ich lieber abstand. Denn zum einen möchte ich den Akku des Handys nicht unnötig leer saugen, und zum anderen verlasse ich dann und wann mal meinen Raum für Erledigungen, und da möchte ich mein Handy nicht so offen auf dem Tisch liegen lassen.
Bei einem popeligen MP3 Player ist das alles, in meinen Augen, nur halb so schlimm. 

  MP3 Player

Aber so ganz ohne Musik? Das geht ja gar nicht!
Und so fragte ich ein paar Kollegen ob sie denn Zeit hätten und die wichtige Arbeit im Service, meine Abteilung, unterstützen möchten. Bei den neuen und jungen Mitarbeitern leuchteten sogleich die Augen. Aber als ich dann erwähnte das sie sich in meinen Raum stellen müssen um was zu singen, so das für musikalische Untermalung gesorgt ist, erteilten sie mir alle durch die Bank weg eine Abfuhr.

Ich muß da wohl noch mal an meinen Argumenten basteln.  

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Notfall CD für den Stau

Wenn ich im Auto sitze und fahre, höre ich immer Radio. Und eigentlich nur meinen Haus und Hofsender “Radioeins“.
In meinem Handschuhfach liegt allerdings eine CD für den Stau- Notfall… meine Stau CD!

Lege ich diese CD ein kann mir der Stau, egal wie lange der dauern mag, vollkommen Schnuppe sein. Ich drehe dann den Player ganz laut auf, und genieße die Musik.
Es handelt sich um die CD “Electric Folklore, Live” von The Alarm. Die Stimmung im Publikum ist echt gut eingefangen, und kommt genial rüber. Und das Zusammenspiel der Band ist grandios. Ich habe noch eine andere, wesentlich längere, Live CD von The Alarm. Aber die kommt leider bei weitem nicht “Electric Folklore” ran.

The Alarm waren in den 80′ern mal ein ganz heißes Eisen, musikalisch so Richtung frühe U2, aber leider auch nicht so bekannt das sie den totalen Durchbruch geschafft haben. 
“Electric Folklore” zählt für mich persönlich zu einer der besten Livescheiben die es gibt, obwohl sie nur sechs Titel enthält.
Aber die CD brennt mir alles an Sorgen und Stress weg. Da ist der Stau dann echt vergessen.

Die CD fängt gleich mit “Rescue me” an, was für einen Stau doch sehr passend ist, wie ich finde.
Im laufe dieses Stücks hält der Sänger Mike Peters dann eine Ansprache an das Publikum, wo er berichtet wie er früh ein Zitat von Woody Guthrie hörte, welches ihn sehr beeindruckt hat. Dieses Zitat wird dann zum Teil wiedergegeben.
Ich war so frei, und habe mal im Web nach dem Originalzitat von Guthrie gesucht:

I hate a song that makes you think that you are not any good. I hate a song that makes you think that you are just born to lose. Bound to lose. No good to nobody. No good for nothing. Because you are too old or too young or too fat or too slim or too ugly or too this or too that. Songs that run you down or poke fun at you on account of your bad luck or hard travelling. I am out to fight those songs to my very last breath of air and my last drop of blood.

Das sind die ersten Worte des Zitats, die Mike Peters da teilweise wiedergibt. Im ganzen ist die Aussage von Guthrie viel viel länger. Die volle Version findet Ihr hier bei goodreads.com

Sehr beeindruckend die Worte, und genau das sagt auch Musik für mich aus. Man muß sich mit Musik gut fühlen, sie darf keinen runterziehen. Die Stimmung von “Electric Folklore” speigelt diese Aussage sehr gut wieder. 

Und diese CD ist auch eine Zauber CD, echt wahr. Denn kaum habe ich mich entschieden die CD in den Slot des Radios zu pressen, ist spätestens nach dem dritten Song der Stau auch vorüber. Genial!  

Habt Ihr eigentlich Stimmungsaufheller für den Stau, oder wenn es mal etwas länger dauert?

 

 

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Time

Heute habe ich auf Spiegel Online einen Bericht über Pink Floyd und deren grandioses Album “the dark side of the moon” gelesen.
40 Jahre ist das Album schon alt, und man kann es immernoch hören… es ist ein zeitloser Klassiker. So etwas bekommen Bands neuerer Geschichte nicht hin.
Mir wurde beim lesen des Berichts bewußt, das ich das Album nur indirekt in meinem Besitz habe…. auf der genialen Pink Floyd Doppel CD “Pulse”, einem Live Mitschnitt ihrer letzten Tournee in den 90′ern, befindet sich auf der zweiten CD das komplette Album “the dark sinde of the mood”, welches die Band da live gespielt hat.

Aber ich wollte das Album auch in der Studioversion haben. Und so habe ich es mir dann heute, gleich nach lesen des besagten Artikels, dann auch im MP3 Dowload Shop meines Vertrauens käuflich erworben.
Ja, das Album ist echt der Hammer. Ich denke, “the dark side of the moon” sollte in keiner Musiksammlung eines Musikinteressierten Menschen fehlen.  

Auf der Suche nach einem passenden Video zu diesem Beitrag, bin ich dann auf eine Orchestrale Version von Time gestossen. Ich persönlich kann ja nicht so mit Orchestermusik. Wenn manch einer sich einbildet berühmte Klassiker der Rockgeschichte auch mal als “Orchesterversion” zu bringen, könnte ich das kotzen bekommen. Ich finde das nur schlimm. Eine Zeitlang war das ja mal “hochmodern”, und man konnte sich von Aufnahmen dieser Form kaum mehr retten. Das hat zum Glück nachgelassen.
Aber die Version von Time ist gut umgesetzt finde ich.  

 

Ach schade, warum schafft es heute keiner mehr, so geniale und zeitlose Musik wie die von Pink Floyd zu machen? Wirklich bedauerlich ist das.